Konzept & Entstehung

Von Künstlern für dich.

Theater, Restaurant und Event unter einem Dach.
Das Casinotheater ist ein von Künstlern und Sympathisanten getragenes Kulturhaus, das seit 2002 auf eigenes Risiko ohne öffentliche Beiträge einen ganzjährigen Theaterbetrieb führt. Es hat sich zu einer in der Schweiz einmaligen Plattform für Kleinbühnen-Kunst mit Comedy, Satire, Kabarett, Poetry-Slam, Improtheater und Musik entwickelt. Neben bewährten Künstlern werden stetig junge und noch unbekannte Künstler entdeckt und gefördert.
Das hauseigene Restaurant und die Veranstaltungen in den charismatischen Event-Räumen machen das Casinotheater zu einem «Dreispartenhaus» der etwas anderen Art: Theater, Restaurant und Event sind unter einem Dach vereint.
Das Casinotheater

Das Casinotheater

Ein Haus mit Geschichte.

Geschichte des Hauses

Das Casinotheater hat eine über 150-jährige Geschichte als Haus der Unterhaltung und der Begegnung. Im 19. Jahrhundert gehörte es zum kulturellen Leben einer Kleinstadt wie Winterthur, Salons für das gesellschaftliche Leben zu betreiben – sogenannte Casinos, die damals noch nichts mit den heutigen Spielbanken zu tun hatten. Im März 1850 setzten sich Abgeordnete zweier Winterthurer Lesegesellschaften und des Musikkollegiums dafür ein, ein gemeinsames Gesellschaftshaus zu errichten. Die Umsetzung des Projekts gelang etwa 10 Jahre später. 1860 erwarb die Casino-Gesellschaft das heutige Grundstück des Casinotheaters und baute das klassizistische Gebäude, wie es heute noch steht. Bereits im Dezember 1862 konnte die Wirtschaft im Casino eröffnet werden und erfreute sich zu dieser Zeit als ein Ort der Freiheit über grossen Zuspruch. Es war von nun an ein beliebter Treffpunkt für das gesellschaftliche Leben in Winterthur. Das Haus bot seinem Publikum ein breites Spektrum an Darbietungen, dazu zählten unter anderem Konzerte, Ballettinszenierungen und Theaterabende.

12 Jahre nach der Eröffnung ging die Casino-Gesellschaft in Liquidation und erlebte erst 1874 wieder neuen Aufschwung, als das Casino von der Stadt Winterthur gekauft wurde. Im Übernahmevertrag verpflichtete sich die Stadt, den bisherigen Zweck zur Förderung des gesellschaftlichen Lebens in Winterthur beizubehalten.

In den 1920er-Jahren war das Casino Schauplatz bedeutender Festlichkeiten. Turnvereine, Fasnachts- und Musikgesellschaften hielten ihre jährlichen Unterhaltungsabende im Casino ab.

1934 wurde das Casino durch einen Brand stark beschädigt und erst im März 1936 wiedereröffnet. Das Stadttheater Winterthur zog zu diesem Zeitpunkt in die Liegenschaft ein. Von 1936 bis 1969 wurden im Casinotheater vor allem Gastspiele des Schauspielhauses Zürich gespielt. Bis 1979 der Theaterbetrieb in das neu erbaute Theater am Stadtgarten in Winterthur umzog, wurde das Casino nur noch sporadisch für Aufführungen genutzt.

Ab den 1980er-Jahren war das Casino in einem schlechten Zustand. Der Stadtrat prüfte verschiedene Möglichkeiten, das Casino zu sanieren oder gar neu zu bauen und stellte das Haus 1996 schliesslich unter Denkmalschutz.

Eine Initiativgruppe bestehend aus Schweizer Künstlern entschloss sich 1999, im Casino ein einmaliges Kulturprojekt zu lancieren. Ihr Plan war ein Haus von Künstlern für Künstler. Das neue Casinotheater sollte ein Zentrum der Schweizer Comedy- und Kabarett-Szene werden – ein Vorhaben, das ihnen bestens gelungen ist. Am 1. Mai 2002 wurde das Casinotheater Winterthur feierlich eröffnet.

Die Eröffnung 2002

Die Eröffnung 2002

Das umgebaute Casinotheater Winterthur erstrahlt in neuem Glanz.

Die Gründung des Casinotheaters

Einer Gruppe von Künstlern fiel die Liegenschaft des Casinotheaters auf. Das 130-jährige Gebäude befand sich in traurigem Zustand: bröckelnde Fassaden, veraltete Haustechnik – ein Betrieb ohne Perspektive. Die Künstlerfreunde begannen, die Übernahme des Hauses zu planen. Ihre Vision war ein von öffentlichen Subventionen unabhängiges Theater, dessen Besitzer die Künstler selber sind.

Die Stadt Winterthur hatte verschiedene Varianten geprüft, um das Gebäude besser zu nutzen. Ihre Vorlage beabsichtigte einen Umbau, der Kosten von über 20 Millionen Franken mit sich gebracht hätte. Das Gemeindeparlament lehnte die Vorlage ab und beauftragte den Stadtrat, nach anderen Lösungen zu suchen. Auch ein Verkauf wurde nicht ausgeschlossen.

Das war die Chance für die Initiantengruppe, einen Kaufvertrag mit der Stadt abzuschliessen, der schliesslich mit einer Volksabstimmung besiegelt wurde – mit einer überragenden Mehrheit von über 70 Prozent Ja-Stimmen. Der Plan sah vor, das Theater an 200 bis 250 Tagen im Jahr zu betreiben, eine kreative Gastronomie zu pflegen und in den Sälen Platz zu bieten für Events und öffentliche Veranstaltungen. Eben das, was heute das Casinotheater Winterthur ausmacht.

Teaser

«Das Gebäude befand sich in einem miserablen Zustand, das Restaurant war furchtbar schmuddelig. Viktor schlug vor, das Haus der Stadt abzukaufen. Ich zögerte keinen Augenblick, sagte sofort zu.»

Patrick Frey
VR Präsident Casino Immobilien AG

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«Das Gebäude befand sich in einem miserablen Zustand, das Restaurant war furchtbar schmuddelig. Viktor schlug vor, das Haus der Stadt abzukaufen. Ich zögerte keinen Augenblick, sagte sofort zu.»

Patrick Frey

VR Präsident Casino Immobilien AG

Der Theatersaal

Der Theatersaal

Aktiengesellschaft

Zwei Aktiengesellschaften bewirtschaften die Liegenschaft des Casinotheaters einerseits und den Betrieb andererseits: die Casino Immobilien AG mit ca. 170 Förder-Aktionären und die Casino Theater AG mit ca. 50 Künstler-Aktionären.

Die Liegenschaft wird durch die Casino Immobilien AG gehalten und von der Casino Theater AG, die das Betriebsrisiko trägt, für den Betrieb gemietet. Die Minimum-Miete wurde so angesetzt, dass die Casino Immobilien AG ihre Kosten, inkl. der erforderlichen Abschreibungen, jedoch ohne Verzinsung des Eigenkapitals, decken kann. Das Kapital der Casino Theater AG wird durch Künstler/Projektinitianten gehalten, die auch über die Stimmenmehrheit in der Casino Immobilien AG verfügen. Diese gegenseitigen Beteiligungsverhältnisse sind in einem Aktionärsbindungsvertrag geregelt.

Die Künstleraktionäre bilden den künstlerischen Beirat, der zusammen mit dem künstlerischen Leiter die programmatische Ausrichtung des Hauses bestimmt.

Folgende Künstler sind als Aktionäre am Casinotheater beteiligt:

Fritz Bisenz, Domenico Blass, Anet Corti, Rolf Corver, Bettina Dieterle, Regula Esposito, Peter Fischli, Peter Freiburghaus, Patrick Frey, Marco Fritsche, Katja Früh, Denise Geiser, Esther Gemsch, Viktor Giacobbo, Roger Graf, Ernesto Graf, Peter Gut, Charlotte Heinimann, Gögi Hofmann, Franz Hohler, Stefan Huber, Gardi Hutter, Andrea Jansen, Christian Jott Jenny, Vera Kaa, Pia Keel, Lorenz Keiser, Fredy Knie, Röbi Koller, Lapsus, Mike Müller, Walter Andreas Müller, Oropax, Beatrice Petri, Luigi Prezioso, Joachim Rittmeyer, Felix Schaad, Monika Schärer, Hanna Scheuring, schön & gut, Nadja Sieger, Peter Niklaus Steiner, Sandra Studer , Bernhard Thurnheer, Ruth Waldburger, Urs Wehrli, Paul Weilenmann, Roman Weissert, Werner Widmer.

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«Wir sind die einzige Aktiengesellschaft, die zugibt, dass ihr Verwaltungsratspräsident Komiker ist.»

Viktor Giacobbo
VR Präsident Casino Theater AG

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«Wir sind die einzige Aktiengesellschaft, die zugibt, dass ihr Verwaltungsratspräsident Komiker ist.»

Viktor Giacobbo

VR Präsident Casino Theater AG

​Verwaltungsräte​

Casino Theater AG

  • Viktor Giacobbo, Präsident
  • Adriano Viganò
  • Christian Jott Jenny
  • Kurt Rüegg
  • Marc Bürge

Casino Immobilien AG

  • Patrick Frey, Präsident
  • Ueli Diener
  • Otmar Gnädinger
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